02.05.2007
Endlich ist es soweit - nach langem warten ist auch mein Cularis eingetroffen. Wir hatten den Segler zu spät vorbestellt, daher wohl die Verzögerung. Zusätzlich ist auch noch die Firma Multiplex selbst übersiedelt, was den Nachschub nach Österreich etwas eingeschränkt hatte.
Der erste Eindruck ist wie immer Multiplex like. Perfekt vorbereitete Teile - hier wird nur wenig nacharbeiten notwendig - und pfiffige Lösungen bis ins kleinste Detail. So wird zum Beispiel die Transportverpackung gleichzeitig zur Montageunterlage für die Tragflächen - um perfekt eben zu werden.
Die CFK Holme - werden aus 2 Teilen zusammengesetzt - auch hier ist in den Elaporteilen eine kleine NAse vorgesehen, damit man die Holme gleich in der richtigen Position einbauen kann.
In der GFK Steckung sind 4 Aussparungen für Uni Stecker vorgesehen - sodass das lästige Zusammenfummeln der Querruderkabel erspart bleibt. Beim Verbinden der Tragflächen werden auch die Servoleitungen für Wölbklappen und Querruder mitverbunden. Allerdings wird dadurch nun der Bau etwas warten müssen, ich habe nur billige Stecker zuhause - und die harken ein wenig. Deswegen besorge ich mir bessere Stecker damit das nicht bald zur Fehlerquelle wird.
Gesteuert wird mein Cularis zukünftig wohl mit der MC15 - die einzige meiner Anlagen die 7 Kanäle hat. Es würden zwar 6 Kanäle + Y Kabel reichen, ich möchte aber auch Querruder auf die Wölbklappen mischen und die Butterfly Stellung nutzen können. Genaueres zur Programmierung folgt nach dem Baubericht.
03.05.2007:
Mittlerweile sind die Tragflächen aufgebaut - nachdem ich am Vortag schon alles studiert und probiert habe. Auch die hochwertigeren Servoverlängerungskabel habe ich noch besorgt, damit die Steckung einwandfrei funktioniert. Was bis jetzt aufgefallen ist - eine Flasche Superkleber reicht nicht oder nur knapp - aber davon ist eh immer genug zuhause.
Als nächstes geht es an den Zusammenbau des Rumpfes. Hier stellt sich für mich wieder das Problem Akkuschacht. Ich habe und liebe meine 4Ah Lipoakkus - und die sind einfach zu groß. Multiplex schlägt sogar nur 2Ah vor.Eventuell passt der 3Ah Lipo von LRP besser. Mein Akku geht auf jeden Fall nur Quer hinein - also gilt es entweder den "schrägen" einbau zu akzeptieren oder aber den Schacht zu vergrößern. Leider ist beim Cularis nicht so viel Material über wie beim Easy Glider - der sich problemlos erweitern lies. Ich werd wohl nochmal drüber schlafen und morgen wohl die Entscheidung treffen.
Das mit der MC 15 ist übrigens auch nicht so gut - die Steuerung ist schon ziemlich ausgenudelt... und auch die Programmierung selbst gestaltet sich nicht gerade einfach. Für die ersten Flüge wirds wohl reichen, aber um den Cularis richtig auszureizen, muß wohl was neues her.
04.05.2007
Heute gings weiter - der Cularis wächst in Riesenschritten. Nachdem die Flächen bereits gestern fertig geworden sind, ging der zusammenbau heute überraschend schnell von statten. Der Bowdenzug für das Seitenruder wird aussen in die entsprechende Nut geklebt, der Bowdenzug für das Höhenruder wird später in der zweiten Rumpfhälfte innen verklebt. Anschließend wird die Tragflächenaufnahme in die Rumpfhälfte geklebt, daraufhin kommt der Servo sowie der Kunststoffspannt zur Stabilisierung nach der Verlegung der Servokabel für Querruder und Wölbklappen in den ersten Seitenteil. Als nächstes wird der Motorspannt eingeklebt. Hier empfiehlt es sich, den Motor einmal Vorab einzubauen, da ich nicht den Originalmotor von Multiplex verwendet habe, um zu sehen, ob die Bohrungen passen - in meinem Fall natürlich nicht.
Wenn diese Anpassung erledigt ist, kann man den Motorspant einbauen. Weiter gehts mit dem Höhenruder. Das Höhenruder des Cularis ist als Pendelruder ausgeführt, es wird also das gesamte Höhenruder bewegt, nicht nur eine Klappe. Der entsprechende Mechanismus muß vor dem zusammenbau der Rumpfhälften eingebaut werden. Auch muß gleich der Bowdenzug eingehängt werden sowie die Mutter mit Superkleber gesichert werden, später kommt man hier nicht mehr ran. Das Ruder selbst kann man aber später noch umstellen, die Imbusschraube, die den Stahldraht hält, ist durch ein kleines Loch im Rumpf zugänglich (Multiplex denk an alles).
Nachdem die zweite Hälfte auch vorbereitet ist geht es an das Zusammensetzen. Hier ist mit besonderer Vorsicht vorzugehen, sonst wird der Rumpf krumm - und dementsprechend leiden die Flugeigenschaften. Also alles gut mit Superkleber einstreichen, die Rumpfhälften zusammenstecken und gleich kontrollieren, ob alles gerade ist - am Anfang hat man noch ein paar wenige Sekunden etwas nachzurichten, also unbedingt ohne Aktivatorspray arbeiten.
Sobald der Rumpf verklebt ist, muß noch das Seitenleitwerk eingesetzt werden und die Flächen des Höhenruders mit kurzen GFK Stäben verstärkt werden. Da das Höhenleitwerk 2teilig ausgeführt ist, muß man ebenfalls den Verriegelungsmechanismus fixieren und anschließend die beiden Kunststoffteile in die beiden Höhenruderflächen einkleben.
Nun muß man nur noch die Kabinenhaube fertigstellen und dann geht es an den Einbau der RC Anlage.
05.05.2007
Nachdem ich doch sehr unzufrieden mit der alten MC 15 war, beschloss ich, auf eine Graupner MX16s umzusteigen. Das Preis Leistungsverhältnis ist in Ordnung, wenn man bedenkt dass auch ein 8 Kanal Scan Empfänger und ein einfaches Standardservo beiliegt.
Nach kurzer Einarbeitungszeit war es dann auch problemlos möglich, den Flieger zu programmieren mit allem was das herz begehrt. Speziell die Butterfly Stellung und die Differenzierung der Querruder liesen sich im Vergleich zur MC15 problemlos einstellen. (Die MC 15 kann bei der Differenzierung nur 0 bis +100% - der Einbau der Servos machte aber ein Servoreverse notwendig, weshalb die Differenzierung bei der MC 15 genau verkehrt lieft - die MX16s kann sowohl +100% als auch -100%.
07.05.2007
Heute morgen war es soweit. Nachdem das Wochenende verregnet und sehr windig war nutzte ich heute morgen die Gelegenheit. Es ging wieder der bei mir typische stabile Westwind - mit wohl ca. 20km/h. Der ist bei mir zuhause typisch und gleichmäßig, ausserdem ermöglicht er es mir, gegen den Wind Hangabwärts zu starten, durch hat man viel Zeit für Korrekturen. Nachdem ich gestern wieder mal einen "Wie ist euer Modell gestorben" Thread gelesen habe, ging ich nochmal die typischen Fehlerquellen durch. Modellspeicher, Servowege, Schalterstellungen, Akkuzustand, Reichweitentest mit langsam laufendem Brushlessmotor - alles in Ordnung.
Dann an die Hügelkante und mit Halbgas seinem Element übergeben. Und, es wäre bald schiefgegangen, der Cularis braucht schon einen etwas beherzteren Startschub - aber wurde dann doch noch schnell stabil. Der Antrieb von mir war noch nicht das optimale, hier wird wohl was stärkeres und vorallem drehzahloptimierteres fällig. Aber der Flieger selbst war sehr brav und folgte mir aufs Wort. Diesmal habe ich es mir verkniffen, gleich Experimente mit dem Cularis zu machen, sondern flog erstmal weite Kreise um ihn Kennenzulernen. In Sicherheitshöhe habe ich dann mal die Butterfly Stellung getestet und gleich festgestellt, das ich zuviel Höhe beigemischt habe - wird also eine Landung ohne Butterfly werden. Schön weit ausgeholt und langsam mit etwas Schleppgas gegen den Wind herangeschwebt - ganz brav auch bei niedrigen Geschwindigkeiten. Gas raus und schön ausscheben lassen - 20m von mir entfernt Astrein gelandet. Also gleich den Mischer geändert und wieder raus damit. Diesmal klappte die Butterflystellung schon besser, der Cularis blieb gerade. Also wieder Landeanflug, Butterfly fertig. Perfekt - der Cularis landet sich Kinderleicht. Nach drei weiteren Flügen hieß es den Zusammenpacken, schließlich sollte ich doch auch noch in die Arbeit... ;-).