Datensicherung - toll, wenns aktuell ist


Ja, leider hat es auch mich wieder erwischt. Eine gute Wechselplatte, voll mit Photos und Daten und was sich sonst noch so ansammelt hat ohne Vorwarnung das Zeitliche gesegnet.

Und wie könnte es anders sein - die Sicherung war wieder mal nicht aktuell (2 Monate alt). Asche auf mein Haupt, ich hätte es wissen sollen.

Einen kleinen Vorteil hatte das ganze, meine neue Datenplatte hat jetzt 200GB und diesmal habe ich nochmal dasselbe im PC fest verbaut. Wenn die Wechselplatte am PC angeschlossen wird, syncronisert ein Programm alle Files zw. PC und Wechselfestplatte. Zusätzlich habe ich mir fest vorgenommen, zumindest einmal im Monat eine inkrementelle DVD Sicherung zu machen. Mal schauen, obs was wird. Der Geist ist willig, allein das....

Durch den Defekt kam mir dann noch eine andere Idee. Ich habe nochmal die gleiche 160GB Platte rumliegen, wie die, die defekt wurde (Vermutlich Headcrash). Also zuerst einmal die Elektronik tauschen - allerdings ohne Erfolg, das miese Geräusch bleibt erhalten. Also Option 2 - die Köpfe aus der Guten in die schlechte bauen. Das finanzielle Risiko bleibt gering (zeitwert der guten Platte ~80€) und die Daten sind sowieso nicht so wichtig das es den finanziellen Aufwand für eine professionelle Datenrettung rechtfertigen würde.

Die ersten Schritte habe ich allerdings noch nicht mit meinem echten Patienten gemacht, sondern mit ein paar Spenderorganen... (alte 4-10GB IDE Platten).

Zuerstmal das Aufschrauben der Platten: Ein Satz Torx Schraubendreher wird benötigt, Gr. 5,6,7,8 sollte reichen. Dann die Sache mit dem Reinraum - ISO Level 5 ist gefordert - dass ist schon ziemlich sauber würde man landsläufig sagen. Aber egal, ich will ja nur noch einmal drauf zugreifen. Also eine alte Platte zerlegt, offen angeschlossen, Formatiert, Daten drauf, Daten runter - alles Ok. Also für ein einfaches Experiment scheints nicht so tragisch zu sein (jaja, ich hörs schon, glück gehabt und so..)

Gut. Zweiter Test: Platte auf, Köpfe aus den Platten drehen, wieder reindrehen, zusammenbauen und testen. Das klingt in der Theorie einfach, ist in der Praxis aber sogut wie nicht machbar ohne ein entsprechendes Spezialwerkzeug. Warum? Diese Köpfe sind extrem empfindlich, eine kleine Unachtsamkeit und die sache ist gelaufen. Die Leseköpfe liegen im ausgeschaltenen Zustand bei den billigen Platten auf der Platte auf, in der sogenannten Landing Zone. Und diese Zone befindet sich ganz innen, also müßte man die Köpfe über die gesamte Platte schieben... das fühlt sich mies an und ist es auch, aber das ist noch nicht das Hauptproblem. Wirklich schwierig wird es dann, wenn die Leseköpfe von der Platte runtermüssen. Da diese federn und sich auf die Platte drücken, jeweils einer oben und einer unten, knallen die Köpfe aufeinander sobald keine Platte mehr dazwischen ist - und das ist deren sicherer Tod.

Dafür müßte man sich vorher ein Werkzeug bauen, dass genau zw. Platte und Lesearm greift, diese abhebt und dann das ganze Gebilde aus Kopf und Werkzeug in einem Stück rausdrehen läßt ohne das die Köpfe zusammenstoßen, das Werkzeug an die Platten kommt oder der Kopf selbst irgendwo streift. Sinnigerweise sollte dieses Werkzeug bereits die Köpfe in der Landing Zone abheben - was momentan das Projekt ruhen läßt da ich noch keine konkrete Lösung für dieses Problem habe.

 



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