Fotos sagen mehr als tausend Worte - allerdings nur, wenn sie auch professionell gemacht sind, sonst sagen sie unter Umständen genau das Gegenteil von dem aus, was man eigentlich sagen möchte.
Speziell im Internet ist der erste Eindruck der Bilder eines der wichtigsten Mittel, ob jemand auf der Website verweilt oder sofort zur nächsten Seite wechselt. Schließlich kann man an einem Bild sofort erkennen, was wohl die Seite beschreiben wird – und erst wenn das Bild gut ist, wird auch der Text gelesen.
Wichtig für gute Digitalbilder
Je besser das Ausgangsbild umso einfacher und besser die spätere Bildverarbeitung am PC.
Stativ
Ein Stativ ist gerade bei Produktbildern wichtig, da man drinnen meist weniger Licht zur Verfügung hat und daher schnell lange Belichtungszeiten erreicht. Es ist auf jeden Fall besser, länger zu belichten, als die ISO-Zahl zu erhöhen. Mit der ISO-Empfindlichkeit des Chips steigt auch automatisch das Rauschen – was sich auch am Computer mit guten Fotoprogrammen nicht mehr verlustfrei entfernen lässt.
Untergrund
Je nachdem, was fotografiert wird, sollte man sich einen entsprechenden Fotountergrund besorgen. Das kann vom Papier, Karton über Stoffe, Bleche, Plexiglas alles sein. Es gibt hier keine Vorschriften, einzig zum Zweck muss es passen.
Weißabgleich
Der Weißabgleich wird gerne vernachlässigt, ist aber für eine schöne Farbwiedergabe unerlässlich. Dazu gibt es je nach Kamera verschiedene Möglichkeiten. Am besten bietet sich der manuelle Weißabgleich an. Dazu fotografiert man einen weißen Karton formatfüllend, unscharf und gibt dieses Bild (zumindest bei EOS 350) als Referenz für den Weißabgleich an. Schließlich hat jede Lichtquelle andere Farbtemperaturen und dadurch passen die Herstellervorgaben nicht immer zu 100%.
Lichtquellen
Licht ist das um und auf eines guten Bildes. Wer schon einmal reflektierende Objekte mit dem internen Blitz fotografiert hat, weiß, wovon ich rede. Harte Schatten mit harten Reflexionen – alles andere als ein harmonisches Bild bekommt man als Resultat. Also benötigt man eine andere Quelle. Am einfachsten geht es mit einem externen Blitz, dabei muss man darauf achten, dass man die Blitzlampe verstellen kann, also weg vom Objekt nach oben zur Decke.
Durch das dadurch entstehende indirekte Licht entstehen keine harten Glanzpunkte und die Schatten werden weicher.
Außerdem bieten sich für Blitzgeräte sogenannte Diffusoren oder Softboxen an. Im Prinzip handelt es sich dabei um einen großen Reflektor mit einer oder mehreren halbtransparenten Schichten, die für eine homogene Lichtverteilung sorgen. Eine Bastelanleitung für eine semiprofessionelle Softbox folgt in Kürze.
Reflektoren
Wenn eine weitere Lichtquelle fehlt oder diese zu stark wäre, kann man sich auch mit einem Reflektor helfen. Wie ein Spiegel wirft er einen Teil des auftreffenden Lichts zurück und hellt so zum Beispiel die Schattenseite auf. Reflektoren gibt es in verschiedenen Farben, meist Silber, Gold und Weiß. Hier und da kann auch ein schwarzer Reflektor hilfreich sein.